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Dr. Jörg Häusler, Luzern, Chiropraktor SCG/ECU
 

Alltagsthemen

Chiropraktik in jedem Alter
Immer mehr ältere Menschen, darunter oft Betagte von mehr als neunzig Jahren, nehmen die Hilfe eines Chiropraktors in Anspruch.

Die Belastung durch die Schwerkraft ist für zwanzig- und neunzigjährige Menschen gleich. Mit zunehmendem Alter der Wirbelsäule aber, mit verminderter Widerstandsfähigkeit und Elastizität des Gewebes kommt es langsam zum Verlust notwendiger Ausgleichsfunktionen. Das heisst, die normalen Krümmungen der Wirbelsäule nehmen zu, das Muskelkorsett wird schwächer. Folge sind Haltungszerfall und eingeschränkte Beweglichkeit.

Nicht nur «Altersgründe» spielen dabei eine Rolle, sondern auch Bewegungsmangel, unzureichende Ernährung, Operationen, Unfälle und Krankheiten.


Von der Diagnose...

Abnützungserscheinungen in den Gelenken (Arthrose), Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), Muskelschwäche und manchmal auch ein reduziertes Allgemeinbefinden sind bei älteren Menschen besonders zu berücksichtigen.

Das eingehende persönliche Gespräch und die Aufnahme der Krankengeschichte sind für die Diagnose ebenso wichtig wie die chiropraktische, neurologische und orthopädische Untersuchung von Nerven-, Muskel- und Gelenksfunktionen.

Röntgenbilder zeigen unter anderem das Ausmass der Arthrose und geben Hinweise auf Osteoporose.


... zur Behandlung

Auch im hohen Alter spricht nichts gegen die Chiropraktik, denn die Behandlung wird nach der eingehenden Diagnose sorgfältig dem Befinden des Patienten angepasst.

Osteoporose etwa verlangt nach besonderen manuellen Methoden; in bestimmten Fällen konzentriert sich der Chiropraktor auf die Behandlung umliegender Gelenke und der Muskulatur. Dazu kommen Anleitungen für gezielte Übungen und die Zusammenarbeit mit Spezialisten: Gelegentlich ist eine medikamentöse Ergänzungs-Behandlung nötig.

Wichtigste Aufgabe des Chiropraktors ist es, Schmerzen zu lindern und die Alltags-Beweglichkeit des Patienten so weit wie möglich wieder herzustellen.


Vorbeugen ist besser

Gezieltes Vorbeugen soll «Altersbeschwerden» verhindern. Bewegung und ein rückenschonendes Verhalten im Alltag sind dabei ebenso wichtig wie gesunde Ernährung, geistige Aktivität und rasches Reagieren, wenn erste Beschwerden auftreten.

Körperliches Training kann zwar beschädigtes oder zerstörtes Gewebe nicht wiederherstellen. In vielen Fällen aber hält es bis ins hohe Alter fit: Es optimiert vorhandene Funktionen, verbessert die Lebensqualität und verhindert oder verzögert Behinderungen.
Der Chiropraktor stellt individuelle Bewegungs- und Gymnastikprogramme zusammen.
 
 
Kinder und langes Sitzen
40 bis 50 % unserer Kinder und Jugendlichen leiden an Haltungsschwächen und Fehlhaltungen. Häufig entstehen daraus Kopfschmerzen und andere Beschwerden. Eine beträchtliche Zahl von Kindern nimmt deswegen Schmerzmittel.

Viele Kinder leiden an Bewegungsmangel und sitzen zu lange, und noch immer verbringen die meisten Kinder ihre Schulzeit an ergonomisch ungünstigen Pulten und auf unzweckmässigen Stühlen. Besonders nachteilig wirkt sich aus, dass sie das in der Zeit des Wachstums erdulden müssen.


Von der Diagnose...

Rückenschmerzen bei Erwachsenen haben ihren Ursprung oft im Schulalter: Das bewegungsarme Sitzen lässt die Muskulatur rasch ermüden, und der Rücken verkrümmt sich. Das hat negative Folgen für die Bänder der Wirbelsäule, für die Bandscheiben, Wirbelkörper und Wirbelgelenke. Fehlhaltungen können sich verfestigen, das Wachstum behindern und zum Beispiel zu einem Rundrücken führen.
Verspannungen, chronische Rückenschmerzen, Muskelschwächen, eine verminderte Belastbarkeit, Kopf- schmerzen und Konzentrationsschwäche können die Auswirkungen ungünstigen Sitzens sein. Häufig klagen betroffene Kinder auch über Atem- und Verdauungsbeschwerden.


... zur Behandlung

Eine Behandlung kann nur erfolgreich sein, wenn der Chiropraktor die Beschwerden früh erkennt und ihre Entwicklung beobachtet.
Aktive und passive Therapien haben eine Haltungskorrektur als Ziel. Das Kind lernt seine Haltung wahrzunehmen und trainiert seine Muskulatur unter fachkundiger Anleitung. Allenfalls werden bereits beeinträchtigte Gelenke chiropraktisch behandelt. Regelmässige Wärmeanwendungen und Massagen unterstützen die Durchblutung und Lockerung verspannter Muskeln.

Ein wichtiger Teil der Beratung ist es, Kindern in der Schule und zu Hause einen optimalen Arbeitsplatz einzurichten.


Vorbeugen ist besser

Die Vorsorge für einen gesunden Rücken beginnt in der Kindheit – zu Hause und besonders in der Schule.

Der gute Schulstuhl verfügt über eine rutschfeste Sitzfläche, die sich um fünf bis zehn Grad neigen lässt, über abgerundete Vorderkante und eine gewölbte Rü-ckenlehne mit Lendenstütze. Er ist höhenverstellbar und dank fünf Füssen standfest. Wer darauf sitzt, kann seine Füsse auf den Boden stellen.

Optimales Mobiliar erlaubt den möglichst waagrechten Blick nach vorne. Pulte sind höhenverstellbar und schränken die Beinfreiheit nicht ein; die Schreibfläche lässt sich neigen.

Langes Sitzen sollte häufig von kurzen Pausen und Bewegung unterbrochen werden.
 
 
Gesund bleiben beim Sport treiben
Sport soll gesund machen und gesund erhalten - diese Ziele werden sicherer erreicht, wenn man einige Grundsätze befolgt.


Bevor Sie Ihre Sportart wählen...

... fördern Sie Ihr Körperbewusstsein. Bald werden Sie sich mehr bewegen wollen. Suchen Sie sich eine Sportart aus, die Ihnen nicht nur Nutzen verspricht, sondern Ihnen auch Spass bereitet und die Ihrem Körperbau und Ihrem Alter angepasst ist. Ihr Chiropraktor kann Sie dabei beraten.


Vor dem Training...

... wärmen Sie sich mit Gymnastik gut auf. Kalte, steife Muskeln sind anfällig auf Verletzungen. Trainieren Sie nie nach einem starren Plan. Besser ist es zu spüren, wieviel Belastung zum Zeitpunkt des Trainings sinnvoll ist! Anfänger, Wiedereinsteiger sowie Freizeitsportler, die neu an Wettkämpfen teilnehmen wollen, lassen sich vorher mit Vorteil nicht nur ärztlich, sondern auch chiropraktisch untersuchen.


Beim Training...

... schützt ein langsamer Aufbau vor Unfällen und Überbelastung. Sorgen Sie für Abwechslung, zum Beispiel durch verschieden schnelle Tempi beim Laufen, Radfahren oder Schwimmen. So kräftigen Sie abwechselnd verschiedene Muskelgruppen. Lassen Sie sich von Schmerzen und Beschwerden rechtzeitig warnen und stoppen. Regelmässig wenig bringt mehr als selten viel. Gefährlich sind Überbelastungen, besonders wenn Hebelkräfte und hohe Geschwindigkeiten mit im Spiel sind.


Nach dem Training...

... lassen Sie dem Körper beim Auslaufen Zeit, seine Leistung langsam wieder zu reduzieren. Stretching und Gymnastik beugen Verspannungen und Verkürzungen von Muskeln vor. Haben Sie Muskelkater, bewegen Sie sich nur locker und leicht, bis er abgeklungen ist; erst dann nehmen Sie das übliche Training wieder auf.


Nach Unfällen...

... sagen Ihnen Ihr Arzt oder Ihr Chiropraktor, wie lange Sie pausieren müssen, wann Sie wieder mit einem leichten Training beginnen und wann Sie es steigern dürfen.


Immer...

... tragen Sie dem erhöhten Bedarf an Flüssigkeit (!), Kohlenhydraten, Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen Rechnung, wenn Sie Sport treiben.
 
 
Schulen und Arbeitsplatz
Kinder sitzen heute immer mehr. Gerade in den Wachstumsphasen ist es wichtig, die Haltung zu beobachten und die gesunde Entwicklung der Wirbelsäule zu fördern. Treten Beschwerden oder Haltungsprobleme auf, empfiehlt sich eine Beurteilung durch den Spezialisten, den Chiropraktor.

Jüngste Studien zeigen, dass fast die Hälfte der befragten Jugendlichen über elf Jahren über Rückenbeschwerden klagt. Die Zahlen sprechen für sich: Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Ursachen, die unsere Kinder in ihrer Freizeitaktivität und in der Schule negativ beeinträchtigen.

Wichtig ist ergonomisches Schulmobiliar mit anpassungsfähigen Stühlen und Tischen für ein dynamisches Sitzen – der Sitzball zum Beispiel ermöglicht während des Sitzens zugleich eine angemessene Bewegung. Immer mehr Schulen haben neben dem Schularzt auch Schulchiropraktor, der die Haltung der Kinder beurteilt und allenfalls Massnahmen empfiehlt.

 
Chiropraktik und Arbeitsplatz

Beschwerden des Bewegungsapparates sind nicht nur schmerzhaft – sie kosten die Schweizer Wirtschaft jährlich viele Millionen Franken.

Manche Erkrankungen und Unfälle können vermieden werden, wenn monotone Bewegungsabläufe, Fehlhaltungen und Überbelastungen am Arbeitsplatz rechtzeitig erkannt werden und wenn Massnahmen dagegen ergriffen werden. Oft kosten diese Massnahmen wenig, und ihr Nutzen ist gross.

Die Schweizer Chiropraktoren beraten Unternehmen, die etwas für die Gesundheit ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und für die Rückenhygiene ihres Unternehmens tun wollen.
 
 
Brustschmerzen aus der Wirbelsäule
Nicht jeder Brustschmerz ist eine Herzerkrankung: Blockierungen der Wirbelgelenke im Bereich der Brustwirbelsäule und Blockierungen der Wirbel-Rippengelenke verursachen oft Schmerzen, wie sie in ähnlicher Art auch von Krankheiten an inneren Organen (Herz, Lunge, Magen, Darm, Leber usw.) hervorgerufen werden.

Zum Beispiel können Gelenkblockierungen im Bereiche der Hals- und oberen Brustwirbelsäule und Muskelverspannungen einengende Schmerzen in der Brust auslösen, die eine Herzerkrankung vortäuschen.


Von der Diagnose...

Leidet der Patient an Brustschmerzen, werden vorerst Organerkrankungen ausgeschlossen die eine andere Behandlung erfordern – oft in enger Zusammenarbeit mit Fachärzten.

Ein Wirbelgelenk, dessen Funktion nach einer Blockierung gestört ist, kann Schmerzen verursachen, die eine Organerkrankung vortäuschen, oder es kann organisch bedingte Schmerzen verstärken. Andererseits kann eine Organerkrankung Reaktionen in den Gelenken und in den Muskeln der Wirbelsäule hervorrufen, die die Symptome der Organerkrankung verstärken.


... zur Behandlung

Oft werden Brustschmerzen als psychosomatisches Leiden diagnostiziert, ohne dass abgeklärt worden ist, ob Gelenke und Muskeln der Wirbelsäule mit verantwortlich an den Beschwerden sind.

Die moderne neurophysiologische Forschung zeigt, dass zwischen dem zentralem Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) und den inneren Organen, der Haut, den Muskeln und den Gelenken komplexe Reflexmechanismen bestehen.

Mit der Behandlung blockierter Wirbelgelenke behebt der Chiropraktor mechanische Störungen an der Wirbelsäule. Das entspannt unter anderem die Muskulatur und kann auch die inneren Organe in einem positiven Sinne beeinflussen.


Vorbeugen ist besser

Oft sind die beschriebenen Schmerzen Folge einer Fehlbelastung oder von langandauernden monotonen Bewegungsabläufen.

Ausreichende und regelmässige Bewegung vermag in vielen Fällen zahlreiche dieser Schmerzen zu lindern, wenn sie von der Wirbelsäule herrühren.

Es empfiehlt sich, einen Arzt oder Chiropraktor zu konsultieren, der eine genaue Diagnose stellt, die allfällige Funktionsstörung behebt und ein individuelles Gymnastik- und Bewegungsprogramm empfiehlt.
 
 
Chiropraktik bei Diskushernien
Die Bandscheibe (Diskus) ist ein kissenartiges Gebilde zwischen den Wirbeln, das aus einem äusseren Faserring und einem inneren Gallertkern besteht. Seine Aufgabe ist es, die Wirbelsäule beweglich zu erhalten und Stösse zu dämpfen.

Wenn Fehl- und Überbelastungen Risse im Faserring verursachen, verlagert sich die Gallertmasse der Bandscheibe: Sie tritt durch den äusseren Faserring aus (Hernie), kann Entzündungen erzeugen oder auf Nerven und in seltenen Fällen auf das Rückenmark drücken.


Von der Diagnose...

Die meisten Diskushernien entstehen in der unteren Lendenwirbelsäule oder in der Halswirbelsäule.

Beschwerden treten plötzlich oder schleichend auf. Typisch sind eine gebeugte Körperhaltung, eingeschränkte Beweglichkeit und Schmerzen im betroffenen Rückenabschnitt. Weitere Symptome sind Schmerzen, Kribbeln und Gefühlsstörungen in den Körperteilen, die vom betroffenen Nerv versorgt werden, Muskelschwäche und in schweren Fällen Blasen- und Mastdarmstörungen.

Mit manuellen, neurologischen und radiologischen Untersuchungen lokalisiert der Chiropraktor das betroffene Wirbelsäulen-Segment und beurteilt die Art und Schwere der Symptome.


... zur Behandlung

Meist lassen sich die Beschwerden der Diskushernie sehr gut chiropraktisch behandeln; nur in den wenigsten Fällen ist eine Operation nötig.

Ziel des Chiropraktors ist es, die Nervenreizung zu beheben, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit wiederherzustellen. Dazu setzt er verschiedene behutsame und gezielte Techniken ein, die er dem Beschwerdebild individuell anpasst.

Der Patient kann mit einer angepassten Lebensweise viel zur Heilung beitragen; der Chiropraktor zeigt ihm das richtige Verhalten. Oft ist Gymnastik zur weiteren Stabilisierung der Wirbelsäule besonders nützlich.


Vorbeugen ist besser

Wer einige wenige Regeln befolgt, senkt das Risiko, eine Diskushernie zu erleiden.

  • Lasten rückenschonend, nahe am Körper und ohne Beugung der Wirbelsäule heben und tragen, dabei Rotationen vermeiden, und immer den ganzen Körper drehen.
  • Monotone Belastungen und vor allem längeres Sitzen vermeiden.
  • Im Büro sind Pulte und Sitzmöbel mit individuell anpassbaren Funktionen ein Muss. Zur Abwechslung Stehpult einsetzen, Haltung häufig ändern und Pausen für Bewegung nutzen.
  • Regelmässiger Ausdauersport und Krafttraining unter chiropraktischer Anleitung fördern die Bandscheibengenesung und -gesundheit.
 
 
Chiropraktik bei Ischias
Unter Ischias versteht man eine Reizung des Nervs, der die Beine versorgt. Hervorgerufen wird die Reizung meist von Bandscheibenverletzungen oder Abnützungen in der Lendenwirbelsäule, die den Austrittskanal des Nervs allmählich einengen und dessen Funktion beeinträchtigen. Oft ist ein Hexenschuss Vorbote eines Ischias.

Typische Ursache von Ischias sind Bandscheibenschäden nach Über- und Fehlbelastungen der Lenden- wirbelsäule, nach Fehlhaltungen und Muskelschwächen, selten auch nach Erkrankungen der Knochen, Gefässe und Nerven.


Von der Diagnose...

Der Patient leidet an spontan auftretenden Schmerzen im Kreuz und in einem Bein. Häufig sind die Schmerzen begleitet von Reflexausfällen, Empfindungsstörungen und Kraftverlust in Bein oder Fuss. Muskelverspannungen, eine typische Schonhaltung zur Seite oder nach vorne sowie Schmerzen beim Husten, Niesen und Pressen kommen dazu. Häufig schmerzen auch das Bücken und das Aufrichten sowie das Sitzen.

Mit chiropraktischen, orthopädischen, neurologischen und radiologischen Untersuchungen findet der Chiropraktor den Abschnitt der Lendenwirbelsäule, in dem die Beschwerden ihren Ursprung haben. Oft zeigen ihm die Röntgenbilder eine krankhafte Verschmälerung des Bandscheibenzwischenraumes.


... zur Behandlung

Die chiropraktische Behandlung verspricht in akuten wie auch in chronischen Fällen Erfolg. Behandlung und Betreuung sollten so früh wie möglich einsetzen. Extension der Lendenwirbelsäule, Elektrotherapie, zu einem späteren Zeitpunkt Bewegungsbäder und aktive physikalische Therapie können weitere Behandlungsschritte sein.

Jede Über- und Fehlbelastung sollte unbedingt vermieden werden: Oft entlastet das Liegen mit angewinkelten Beinen die gereizte Nervenwurzel. Individuell dosierte Bewegung sollte mit Ruhe abwechseln. Kältepackungen über der unteren Lendenwirbelsäule lassen die entzündeten Bereiche abschwellen.


Vorbeugen ist besser

Wer sich richtig bückt, korrekt hebt, rückengerecht sitzt und seine Muskulatur stärkt, senkt das Risiko von Rückfällen.
Rückengerechte Sitzmöbel, Spezialkissen, höhenverstellbare Arbeitstische und Stehpulte sollten selbstverständlich sein. Eine starke untere Rumpf- und Beinmuskulatur (Gesäss, Bauch, Taille, Beine und Rücken) stützt und schützt die Wirbelsäule. Verkürzungen von Rumpf- oder Beinmuskeln werden gedehnt, um Fehlbelastungen zu vermeiden.

Der Chiropraktor kennt passende Trainingsmethoden und kann ein individuelles Programm empfehlen.
 
 
Halswirbelsäule und Kopfschmerzen
Reizungen der Halswirbelgelenke und Verspannungen der Nacken- und Rückenmuskulatur können Kopfschmerzen verursachen: Störungen in den Gelenken der Halswirbelsäule führen zu so genannten Projektionsschmerzen vom Hinterkopf bis zur Stirn; muskuläre Verspannungen hingegen lösen vorwiegend Hinterkopfschmerzen aus (Spannungskopfschmerzen).


Von der Diagnose...

Reizungen der oberen Halswirbelgelenke – etwa nach Abnützung, Verletzung, Fehlbewegung – schränken oft die Beweglichkeit des Nackens auf schmerzhafte Weise ein. Auf dem Röntgenbild können sich Abnützungserscheinungen und Fehlstellungen zeigen.
Beim Spannungskopfschmerz zeigt sich eine schmerzhafte Dauerverspannung der Nackenmuskeln. Ursachen sind eine monotone Haltung, Blockierungen in der Wirbelsäule, aber auch Stress und andere psychische Faktoren.

Migräne hat ihren Ursprung nicht im Genick. Sie wird ausgelöst von Störungen der Blutgefässe, die die Hirnhaut versorgen.


... zur Behandlung

Sind die Gelenke der oberen Halswirbelsäule nicht mehr voll beweglich, ist die chiropraktische Mobilisation oder Manipulation in den meisten Fällen die wirksamste Therapie.

Bei Spannungskopfschmerzen – meist von mehreren Faktoren beeinflusst – richtet sich die Therapie nach der Hauptkomponente: Bei muskulären Ursachen, etwa Verspannungen, verfügt der Chiropraktor über eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten.
Kopfschmerztherapien müssen mögliche Auslösemechanismen mit berücksichtigen. Behoben werden sollten ungünstige Arbeitsplatzhaltungen, belastende Sportarten und Stress.


Vorbeugen ist besser

Wer Verspannungen vermeiden will, achtet darauf, dass der Nacken keiner monotonen Haltung und Bewegung unterworfen ist. Das gilt besonders für das Arbeiten am Bildschirm: Der Bildschirm steht auf Augenhöhe direkt vor dem Arbeitsplatz, und das Mobiliar erlaubt eine entspannte Haltung. Auch während der Arbeitszeit sind einfache Übungen zur Bewegung der Wirbelsäule sehr zu empfehlen.

Bestimmte Sportarten und Bewegungen können die Gelenke der Halswirbelsäule irritieren, während Entspannungsübungen – etwa autogenes Training – dem Alltagsstress entgegenwirken. Der Chiropraktor berät und weiss, was nützt.

Medikamente gegen Schmerzen sollten nicht über längere Zeit eingenommen werden.
 
 
Chiropraktik bei Kreuzschmerzen
Kreuz- und andere Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen in der industrialisierten Welt. Vier von fünf Schweizern leiden mindestens einmal im Leben daran. Auch Kinder sind schon betroffen. Rückenschmerzen verursachen fast ein Drittel aller Arbeitsunfähigkeitstage und jährlich rund zwei Milliarden Franken Kosten.

Nur bei vier bis zehn Prozent aller Patienten dauern die Beschwerden länger als sechs Monate. Diese Gruppe verursacht jedoch 85 Prozent aller Kosten. Das zeigt, wie wichtig es ist, rasch fachmännische Hilfe zu erhalten.


Von der Diagnose...

Mit der Aufnahme der Krankengeschichte, mit klinischen und manuellen Untersuchungen, nötigenfalls mit Röntgen-, Computertomogramm- oder Magnet-resonanzaufnahmen und mit Laboruntersuchungen stellt der Chiropraktor fest, woher die Beschwerden kommen.

Kreuzschmerzen äussern sich ein- oder beidseitig im Lenden- und im Gesässbereich – dumpf, drückend, in akuten Fällen stechend.
Bandscheibenschäden, können Nerven reizen und benachbarte Wirbelsegmente blockieren sowie Muskelverspannungen verursachen.

Gelegentlich können Erkrankungen der inneren Organe (Verdauungstrakt und Harnwege) und Schwangerschaften Kreuzschmerzen verursachen.


... zur Behandlung

Erwiesen ist, dass die Chiropraktik bei akuten Kreuzschmerzen die wirkungsvollste und kostengünstigste Behandlungsmethode ist.

Der Chiropraktor löst das blockierte Bewegungssegment (ein Bewegungssegment besteht aus einer Bandscheibe und den zwei benachbarten Wirbelgelenken). Damit entspannt er die Muskulatur und behebt Nervenreizungen. Je nach Ursache entscheidet er, welche Therapieform angewendet wird, um die Genesung zu beschleunigen: Ruhe, vorsichtige Bewegung oder gezielte Aktivierung.


Vorbeugen ist besser

Schweres Tragen, zu langes Sitzen, Fehlbelastungen bei der Arbeit, im Alltag und beim Sport fördern den raschen Verschleiss der Wirbelsäule, insbesondere der Bandscheiben. Diese Belastungen sind konsequent zu vermeiden.

Der Chiropraktor weiss, wie man die Wirbelsäule bei Arbeit, Sport und Erholung schont, wie man korrekt hebt, trägt, sitzt und liegt. Er kann Anleitungen zur Wirbelsäulengymnastik mit Kräftigungs- und Dehnungsübungen, mit Koordinations- und Kreislauftraining geben.
 
 
Chiropraktik und Schleudertrauma
Die häufigste Ursache des Schleudertraumas (Halswirbelsäuledistorsion) sind Autounfälle, insbesondere Auffahrunfälle. Beim plötzlichen Stoss von hinten bewegt sich der Körper nach vorne, und der Kopf gehorcht dem «Trägheitsgesetz» der Physik: Er folgt dem Körper mit Verzögerung und setzt seine Bahn über den Körper hinaus fort («Peitschenschlag»). Das setzt die Halswirbelsäule massiven Kräften aus und kann zu verschiedensten Verletzungen führen. Auch Sportunfälle führen nicht selten zu einem Schleudertrauma.

Die Beschwerden können so stark sein, dass sie das Leben massiv einschränken. Heute weiss man, dass auch Bagatell-Kollisionen starke Beschwerden verursachen können. Der Chiropraktor nimmt Schleudertraumapatienten auch ernst, wenn der klinische Nachweis schwierig zu erbringen ist.


Von der Diagnose...

Muskeln, Sehnen, Bänder, Knochen, Nerven und Blutgefässe der Halswirbelsäule können beim Schleudertrauma verletzt werden – von leichten Überdehnungen bis zu lebensbedrohenden Verletzungen ist alles möglich. In vielen Fällen sind die Halswirbelgelenke blockiert.

Oft treten die Beschwerden sofort auf und klingen nach etwa sechs Wochen ab. Sie können sich aber auch erst später, nach Stunden oder Tagen, zeigen – mit Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Konzentrations- und Empfindungsstörungen sowie mit Bewegungseinschränkungen und gelegentlich starken Nackenschmerzen.


... zur Behandlung

Ziel der Behandlung ist es, die schmerzfreie Funktion der Halswirbelsäule wieder herzustellen und Folgeschäden zu vermeiden. Dazu eignet sich die chiropraktische Betreuung besonders gut.

In der akuten Phase kann die Halswirbelsäule für kurze Zeit mit einem Schaumstoffkragen ruhig gestellt werden. So können sich Reizungen zurückbilden.

Mit leichten aktiven und passiven Bewegungsübungen leitet der Chiropraktor die Behandlung ein. Nach der akuten Phase löst er die häufig auftretenden Blockierungen der Wirbelgelenke.
Weil unmittelbar nach einem Unfall oft kaum Beschwerden erkennbar sind, ist es ratsam, sich im Zweifelsfall unverzüglich von einem Chiropraktor untersuchen zu lassen.


Vorbeugen ist besser

Wer seine Kopfstütze auf Nackenhöhe einstellt, riskiert schon bei Kollisionen mit tiefen Geschwindigkeiten schwere Verletzungen.

Kopfstützen nützen nur, wenn sie dem Passagier angepasst sind: Der Abstand zwischen Hinterkopf und Kopfstütze soll nicht mehr als wenige Zentimeter betragen. Der obere Rand der Kopfstütze muss sich auf der Höhe des Scheitels befinden.

Empfehlenswert sind Autos mit aktiven Kopfstützen, die sich bei einer Kollision dem Passagier anpassen.

Lässt sich eine Kollision nicht vermeiden, hält man den Kopf möglichst geradeaus, presst Oberkörper und Kopf gegen Lehne und Kopfstütze und spannt die Muskulatur an.
 
 
 
Quelle: ChiroSuisse - Die Schweizer Chiropraktoren
 
 
Szintigraphie
 
 
 
Bildgebendes Verfahren zur Darstellung der Durchblutung des Skeletts. Wird vor allem zur Diagnose von Entzündungen und Tumoren verwendet.
 
(aus dem Rückenlexikon)